Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Gemeinden in Österreich

Gemeindehäuser und Tempel - Kurzfilm

Die Anfänge der Kirche in Österreich

1883 wurde Paul Haslinger das erste Mitglied auf österreichischem Gebiet. Diese Taufe wurde von dem Missionar Paul Hammer in Lambach in Oberösterreich vollzogen. Die erste Gemeinde im heutigen Österreich wurde 1901 in Haag am Hausruck in Oberösterreich gegründet. 1909 folgte die erste Gemeinde in Wien.

Das Wachstum der Kirche in Österreich

Nach Ende des Ersten Weltkrieges begann die Mitgliederanzahl der Kirche zu wachsen. 1920 wurde der erste Distrikt auf österreichischem Gebiet organisiert. Die erste Frauenorganisation der Kirche in Wien wurde 1921 gegründet. Die Anfänge der Linzer Gemeinde gehen auf 1921 zurück. In Salzburg entstand 1928 eine Gemeinde.

Im März 1946 besuchte Ezra Taft Benson, ein Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel, Wien. Als Missionspräsident für die Europäische Mission veranlasste er auch für Österreich Hilfsaktionen. Schiffsladungen wurden nach Norddeutschland geschickt. Sie waren Vorbereitung und Auslöser für die nachfolgende CARE-Paket-Aktion. Ezra Taft Benson wurde später unter Präsident Eisenhower Landwirtschaftsminister in den USA. Von 1985-1994 war er Präsident der weltweiten Kirche.

1953 entstand in Graz eine Gemeinde und in Klagenfurt fand die erste Mitgliederversammlung 1955 statt. Am 27. September 1955 wurde die Kirche von der Republik Österreich staatlich anerkannt. In den kommenden Jahren folgten Gemeindegründungen in den Landeshauptstädten Innsbruck (1958), Dornbirn (1960) und St. Pölten (1980). In weiteren Orten Österreichs, wie zum Beispiel in Wiener Neustadt, Wels und Villach sind aktive Kirchengemeinden organisiert. Der erste Pfahl (ähnlich einer Diözese) wurde 1980 in Wien organisiert. Im Jänner 1997 wurde der Pfahl Salzburg-Österreich gegründet. Mit den Pfählen in Wien und Salzburg wurde - symbolisch ausgedrückt - ein weites Dach über Österreich ausgebreitet.

52 Jahre sind seit der staatlichen Anerkennung vergangen. Heute gibt es in Österreich 18 Kirchengemeinden. Kinder und Jugendliche erhalten offiziellen Religionsunterricht. Die Kirche leistet durch engagierte Mitglieder und einen gut organisierten Kirchenvorstand einen aktiven Beitrag zum religiösen Leben in Österreich.

In Europa gibt über 1500 Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Wo leben die Mitglieder der Kirche?

Die Mitglieder der Kirche leben überall auf der Welt. Es gibt insgesamt über 11 Millionen Mitglieder, von denen mehr als die Hälfte außerhalb der Vereinigten Staaten lebt. Nur 14 Prozent der Mitglieder der Kirche leben in Utah.

Bei etwa der Hälfte der Mitglieder der Kirche ist die Muttersprache Englisch, bei 3.226.000 ist es Spanisch und bei 780.000 Portugiesisch. Bei 1.311.000 Mitgliedern ist die Muttersprache eine andere als Englisch, Spanisch oder Portugiesisch.

Mitgliedschaft

Durch die Taufe wird man Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Als Mitglied hat man die Möglichkeit zu lernen, zu wachsen und anderen zu dienen.

  • Die Kirche besteht aus geistlichen Laien. Die Mitglieder werden "berufen", in verschiedenen Ämtern zu dienen.
  • Sie lernen dank der Gelegenheit, anderen zu dienen.
  • Durch diesen Dienst ist jedes Mitglied für die anderen ein Segen und trägt zum Erfolg der ganzen Kirche bei (1.Korinther 12).

Benjamin, ein Prophet aus dem Buch Mormon, hat gesagt: "Wenn ihr euren Mitmenschen dient, allein dann dient ihr eurem Gott." (Mosia 2:17) Die Mitgliedschaft in der Kirche bietet Gelegenheiten, anderen zu dienen und dabei Talente zu entwickeln und geistig zu wachsen.